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Wie viel pro Post verlangen 2026: Preisguide für Influencer

26. Sept. 2026

Wie viel pro Post verlangen 2026: Preisguide für Influencer

Wenn du nicht weißt, wie viel du pro Post verlangen sollst: Der gängigste Richtwert 2026 startet mit einem Preis pro 1.000 oder 10.000 Follower, der dann an deine Engagement Rate, die Plattform, das Content-Format und deine Nische angepasst wird. Es gibt keinen einheitlichen Tarif: Zwei Accounts mit ähnlichen Kennzahlen können je nach diesen Faktoren sehr unterschiedliche Beträge verlangen.

Der Basispreis nach Plattform und Followern

Auf Instagram liegt der übliche Ausgangspunkt bei etwa 100 € pro 10.000 Follower. In Spanien verlangen Creator mit 10.000 bis 100.000 Followern je nach Nische typischerweise zwischen 200 € und 1.500 € pro Post. Bei YouTube sind die Tarife wegen des Produktionsaufwands höher, mit Richtwerten von rund 17 € pro 1.000 Abonnenten, während kleinere TikTok-Creator oft mit niedrigeren Beträgen pro Video starten.

Diese Zahlen sind nur der Ausgangspunkt. Danach kommen mehrere Faktoren ins Spiel, die deinen Endpreis verdoppeln oder halbieren können.

Faktoren, die deinen Preis erhöhen (oder senken)

Die Nische zählt mehr als die Followerzahl

Creator aus Finanzen, Tech oder Luxus können 20 bis 50 % mehr verlangen als solche aus Mode oder Lifestyle, weil ihre Zielgruppen kaufkräftiger sind und weniger spezialisierte Creator um diese Marken-Budgets konkurrieren.

Video vs. statischer Content

Ein Reel oder TikTok kostet inzwischen 25 bis 50 % mehr als ein statisches Foto, da mehr Aufwand für Dreh, Schnitt und Skript nötig ist.

Nutzungsrechte und Exklusivität

Wenn eine Marke deinen Content für bezahlte Anzeigen, Whitelisting oder die eigene Website nutzen will, muss das separat abgerechnet werden: Nutzungsrechte erhöhen den Grundpreis meist um 40 bis 100 %, und dein Reel als bezahlte Anzeige laufen zu lassen kostet oft zusätzlich 100 bis 1.500 € pro Monat.

Pakete vs. einmalige Kooperationen

Immer mehr Marken bevorzugen wiederkehrende Deals: Mehr als die Hälfte nutzt bereits Retainer-Modelle statt pro Post zu zahlen. Diese Pakete bedeuten meist einen niedrigeren Preis pro Beitrag, dafür aber stabilere Einnahmen über mehrere Monate.

So legst du deinen Preis fest, ohne die Kontrolle zu verlieren

  1. Berechne deinen Basispreis anhand der Follower-Ratio deiner Hauptplattform.
  2. Passe ihn an dein Engagement an: Liegt deine Engagement Rate über dem Durchschnitt deiner Nische, kannst du mehr verlangen, auch mit weniger Followern als andere Creator.
  3. Rechne Extras separat ab: Exklusivität, Nutzungsrechte, unbegrenzte Überarbeitungen oder Eillieferung gehören nie in den Grundpreis.
  4. Dokumentiere jede Kooperation: Wenn du mit mehreren Marken gleichzeitig arbeitest, verhindert der Überblick über bereits Berechnetes, offene Rechnungen und vergebene Rechte teure Fehler – besonders wenn du zusätzlich mehrere Markenkooperationen gleichzeitig jonglierst.
  5. Überprüfe deinen Preis alle 3-6 Monate: Deine Kennzahlen ändern sich, der Markt auch.

Tarife, Verträge und Rechnungen an einem Ort zu bündeln – statt verstreut in Notizen, WhatsApp und Tabellen – ist das, was dir erlaubt, Preise mit Sicherheit statt auf gut Glück zu erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel verlangt ein Nano-Influencer 2026 pro Post? Ein Nano-Influencer mit wenigen tausend Followern verlangt für einen Instagram-Post meist zwischen 50 € und 300 €, wobei diese Summe in wertvollen Nischen wie Finanzen oder Tech auch bei kleinem Publikum höher ausfallen kann.

Soll ich mehr verlangen, wenn ich gutes Engagement, aber wenige Follower habe? Ja. Eine hohe Engagement Rate zählt für Marken meist mehr als die reine Followerzahl – das ist also ein legitimes Argument für einen Preis über dem Durchschnitt deiner Größenklasse.

Was sind Nutzungsrechte und muss ich sie separat berechnen? Das ist die Erlaubnis für eine Marke, deinen Content außerhalb deines Profils weiterzuverwenden (bezahlte Anzeigen, Website, Whitelisting). Ja, sie sollten als eigener Posten erscheinen, da sie 40 bis 100 % zum Postpreis hinzufügen können.

Ist ein Festpreis oder eine Verkaufsprovision besser? Das hängt von deinem Vertrauen in deine Conversion-Power ab: Der Festpreis garantiert Einnahmen, die Provision kann lukrativer sein, wenn dein Publikum viel kauft, und Mischmodelle (reduzierte Basis plus Provision) verteilen das Risiko auf beide Seiten.